Beziehungsgestaltung als Führungskompetenz

Curriculum für die Erweiterung der Führungskompetenz für UnternehmerInnen und Führungskräfte

 

Professionelle Beziehungsgestaltung zu Mitarbeitern

  • nach Grundlagen neurobiologischer Erkenntnissen aus der Genforschung zum Thema Motivation und Leistungsbereitschaft des Menschen
  • anhand systemischer Konzepte aus dem NLP und Interventionstechniken aus der klinischen Hypnose zum Thema Beziehungsgestaltung und Führen von MitarbeiterInnen
  • und aus Sicht der existenzanalytischen Grundwerte zum Thema Motivation und Leistungsbereitschaft des Menschen

 

 

Modul 1

Gelingende Beziehung zu Mitarbeitern als Grundlage für Motivation, Kooperation, gesunder Leistungsbereitschaft und gelingender Wertschöpfung aus Sicht der neurobiologischen Genforschung

 

Die Neurobiologie ist eine Wissenschaft aus der Genforschung. Auf naturwissen-schaftlicher Ebene belegt uns die Neurobiologie heute, dass Gene anders sind, als jahrelang gelehrt wurde. Sie sind nicht ausschließlich statische Kommandeure, die unseren Organismus bestimmen und uns sagen, dass dieses Verhalten, jene Eigenschaft oder diese Krankheit genetisch bedingt sind. Natürlich hat jeder Mensch von Vater und Mutter Eigenschaften, welche auf Gene zurückzuführen sind. Forschungen aus der Neurobiologie von Prof. Dr. Joachim Bauer, Dr. Gerald Hüther und anderen Wissenschaftler belegen jedoch, dass unsere Gene neurobiologisch Kommunikatoren sind.

 

Das heißt, dass unser Gehirn zwischenmenschliche Ereignisse in biologische Signale umwandelt, indem es Botenstoffe ausschüttet, die unsere Befindlichkeit, d.h. unsere  psychische und körperliche Gesundheit bestimmen. Hiermit wird belegt, dass wir Menschen auf gelingende Beziehungen angewiesen sind, um glücklich und leistungsfähig zu sein.

 

Daraus lässt sich ableiten, dass auch in Unternehmen und Institutionen, also überall dort, wo Menschen zusammentreffen oder arbeiten, gelingende Beziehungen von höchster Bedeutung sind – gelingende Beziehungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, den Mitarbeitern untereinander und auch zwischen Unternehmern und Führungskräften, als Garant für Motivation, Einsatz und gesunde Leistungsbereitschaft.

 

 

Modul 2

Systemische Konzepte, praxisbezogene systemische Gesprächsführung und Interventionstechniken aus der klinischen Hypnose zum Thema professionelle Beziehungsgestaltung und Führen von MitarbeiterInnen


Die Mitarbeiterführung ist unmittelbar an die Beziehung zwischen der Führungskraft und dem Mitarbeiter gebunden. Diese Beziehung ist maßgebend, wie Führung gelingt, wie sich Vertrauen aufbaut, wie ein Commitment hält, wie der Mitarbeiter seine Kraft einsetzt und wie die Verbindlichkeit bleibt. Ebenso ist diese Beziehung die Grundlage für Konfrontationen und den Umgang mit Themen, über die man nicht gerne spricht.

 

Das systemische Arbeiten, die systemische Denkweise, Sprachmuster und Interventionstechniken aus der klinischen Hypnose, zählen mittlerweile zu weit verbreiteten Konzepten, die helfen, Führung in verschiedenen Arbeitsfeldern und zu allen Themen leichter und wirkungsvoller zu gestalten.

 

Sie sind zieldienlich zur Aktivierung von Suchprozessen nach Lösungen und Ressourcen bei komplexen Fragen und Problemstellungen und  für eine hohe Motivation und gesunde Leistungsbereitschaft bei den Mitarbeitern.

 

Methodisch orientieren wir uns am Ansatz aus der systemischen Beratung, lernen systemischen Interventionstechniken, Sprachmuster und Interventionstechniken aus der klinischen Hypnose

 

1,5 Tage

  • Beziehungsgestaltung als Grundlage der Mitarbeiterführung
    Wertschätzung der individuellen Person und Umgang mit seiner Weltsicht und seiner Wirklichkeitskonstruktion – Nutzung des Weltbildes des Mitarbeiters
  • Beziehung bewusst gestalten
    Direkte und indirekte Kommunikation. Kontakt mittels nonverbaler und verbaler Kommunikation (Rapport durch pacing und leading). Nutzung unbewusster und bewusster Beziehungsgestaltung (zB rezeptives Offensein, freischwebende Aufmerksamkeit, Intuition). Utilisation (zu Nutze machen) von Widerstand.

 

1,5 Tage

  • Zielorientierte Sprache – Sprache und Orientierung
    Zirkuläres Fragen, Zielorientierung durch sprachliche Kommunikation
    Zielorientierte Sprache mit Verwendung von Implikationen

  • Arbeiten mit Zeitprogressionen
    Umgang mit Problemen beim Erreichen von Zielen. Wenn das Erreichen von Zielen schwierig ist. Aktivierung von Suchprozessen nach Lösungen beim Mitarbeiter.

 

1,5 Tage

  • Sprachmuster der posthypnotischen Suggestion (Kommunikation)
    Direkte Formen der posthypnotischen Suggestion (Kommunikation)
    Indirekte Formen der posthypnotischen Suggestion (Kommunikation)

1,5 Tage

  • Von der unlösbaren Situation zum lösbaren Problem
    Arbeiten mit „ als ob Realitäten“, lösungsorientierten Zukunftsideen und zieldienlichen Bildern.

  • Einsatz  von Geschichten und Metaphern
    Geschichten, Anekdoten und Witze. Erkennen und Nutzen vorhandener Metaphern. Entwicklung individueller Personen-, Situations- und Prozess- Metaphern. Konstruktion von lösungsorientierten Geschichten. Arbeit mit Symbolen.

 

 

Modul 3

Gelingende Beziehung zum Menschen als Grundlage für Motivation, Kooperation, gesunder Leistungsbereitschaft und gelingender Wertschöpfung

nach vier Grundwerten von Dr. Viktor Frankl


Die Existenzanalyse nach Dr. Viktor Frankl hat vier Grundwerte formuliert, dessen  Inhalte eine hohe Bedeutung darauf hat, wie sich der Mensch im Leben fühlt und wie er ein gelingendes, mit Sinn erfülltes Leben gestalten kann.

In der  Weiterentwicklung der Existenzanalyse wurde deutlich, dass diese 4 Grundwerte überall dort zur Geltung kommen, wo sich Menschen in Systemen zusammenschließen, wie in Unternehmen, Firmen, Institutionen, Organisationen …

Dieser Ansatz ist eine bereichernde Ergänzung. Der Einblick in die 4 Grundwerte bietet einem Unternehmer oder einer Führungskraft direkte Einflussnahme auf die Befindlichkeit des Mitarbeiters im Unternehmen und auf das Geschehen in und zwischen den Abteilungen.

 

Grundwert 1

Raum, Schutz und Halt im Unternehmen – da sein können, sich angenommen fühlen

 

Grundwert 2

Zeit und Beziehung im Unternehmen erleben, um den Wert zu spüren, dass ich da bin

 

Grundwert 3

Im Unternehmen sich selbst sein dürfen, so sein zu dürfen; das JA zur Person;

 

Grundwert 4

Im Unternehmen Sinn in der Arbeit erkennen, im Tun erleben; sinnvoll handeln; Offenheit für Sinnzusammenhang; Ja, zu diesem Sinn sagen